Jahreshauptversammlung 2017

Konstruktive und zielgerichtete Vereinsarbeit

Jahreshauptversammlung

Netzwerk Jugendhaus Buer e.V.

„Die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben zur Gemeinnützigkeit steht bei uns ohne jegliches Wenn und Aber an oberster Stelle“, leitete die Vereinsvorsitzende Uschi Thöle-Ehlhardt die Jahreshauptversammlung des „Netzwerk Jugendhaus Buer e.V.“ im Bueraner Hof ein. Auf der Tagesordnung standen die üblichen Regularien  wie Tätigkeitsbericht, Kassenbericht, Bericht der Kassenprüfer, die Entlastung des Vorstandes sowie die turnusgemäße Neuwahl des Vorstandes und der Kassenprüfer.

Tägliche Öffnungszeiten

Die Anpassung der Angebote im Rahmen der offenen Jugendarbeit an die Bedarfe der Jugendlichen zeigt sich in den thematischen Schwerpunkten, die zusätzlich zu dem offenen Treffpunkt an den einzelnen Öffnungstagen am Jugendwagon angeboten werden: montags ein offenes Sportangebot, dienstags ein Spielenachmittag, mittwochs ist Mädchentag, donnerstags wird gemeinsam gekocht und am Freitag gibt es zweimal im Monat einen Aktionstag mit besonderen Aktivitäten, Fahrten oder Ausflügen. Diese Flexibilität hat sich bewährt und wird von den Kids gerne angenommen.

Netzwerkarbeit im Ort

„Unser zentrales Anliegen bleibt neben dem Schwerpunkt Jugendwagon die enge soziale Netzwerkarbeit im Ort“, so die Vorsitzende weiter. „Im Ganztagsbereich der Lindenschule bringen wir uns aktiv ein, bieten verschiedene AGs an und unterstützen bei der Koordination und finanziellen Abwicklung von Honorarkräften.“ Im letzten Jahr war der Verein mit folgenden AG-Angeboten vertreten: Arbeiten mit Wolle, Buchprojekt „Nahgekommen“, „Dorfgeflüster und watch out!“ – die Schüler- und Dorfzeitung für Buer, Upcycling-Kunst, Hörspiele selbst gestalten und Naturforscher. Zudem kooperiert das Team des Jugendwagons eng mit dem Familienzentrum Kinderhaus Buer. Der von Annegret Tepe geleitete  Arbeitskreis „Buer integrativ“ organisierte wie in jedem Jahr das Internationale Kinderfest und das Familienfest auf dem Festplatz, betreute den Frauengesprächskreis mit verschiedenen Aktivitäten und leitete die Sitzungen des Integrations-Arbeitskreises.

Unterstützung des Flüchtlingsarbeit

Seit August 2016 gibt es das Projekt „Aktiv in die Gemeinschaft“ am Jugendwagon, das von dem Förderverein der Wirtschaftsjunioren „Die OsnaBRÜCKE e.V.“ finanziert wird. Das Projekt hat das Ziel, junge Menschen mit Fluchterfahrung aktiv auf ihrem Weg in die Gesellschaft zu begleiten. Dazu gehören das Angebot „Flüchtlingslotsen“, die punktuelle Begleitung in der Schule sowie in der Sprintklasse der BBS Melle, und die Vermittlung in Vereinsaktivitäten.

Vielfältige Kontrollinstanzen

„Die formalen Angelegenheiten des Vereins sind seit Vereinsgründung vor 17 Jahren ohne jegliche Schwerigkeiten abgewickelt worden“, betonte Uschi Thöle-Ehlhardt. „Wir unterliegen vielfachen Kontrollinstanzen, bei denen es nicht ein einziges Mal Probleme oder auch nur Nachfragen gab.“ So findet alle drei Jahre die Überprüfung sämtlicher finanziellen Unterlagen incl. der engen Vorgaben der Gemeinnützigkeit durch das Finanzamt statt. Der letzte Freistellungsbescheid wurde im November 2015 ausgestellt. Für die Stadt Melle und den Landkreis Osnabrück gibt es einen jährlichen Tätigkeitsbericht und den Nachweis über die Verwendung der zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel. Zudem kontrollieren alle Sponsoren, Stiftungen und Geldgeber von Projekten die sachgerechte Verwendung ihrer zur Verfügung gestellten Mittel. „Wir hatten auch schon Damen des Landesrechnungsprüfungsamtes zu Gast, die sporadisch auch kleine Projekte besuchen, die Projekte mit Landesmitteln durchführen. Alles ohne jegliche Beanstandung.“ Aktuell fand am 3. April die Betriebsprüfung der Rentenkasse statt, wo es gegen die Buchführung und Abwicklung der Personalkosten auch keinerlei Bedenken gab.

Entlastung und Neuwahl des Vorstands

Die ordnungsgemäße Buchführung und sachgerechte Verwendung der zur Verfügung stehenden Finanzmittel konnten auch die beiden Kassenprüferinnen Elisabeth Hegmann und Birgit Eversmann bestätigen und somit die Entlastung des Vorstands beantragen, die einstimmig ausfiel. Bei den Wahlen zum Vorstand gab es keine Überraschungen. Das bewährte Team stellte sich zur Wiederwahl und wurde einstimmig in seinen Aufgaben bestätigt: Ursula Thöle-Ehlhardt (1. Vors.), Heike Schrader (2. Vors.), Guido Krzeslak (Schriftführer), als Beisitzer Angelika Krzeslak, Dagmar Feller und Michael Suchy, sowie als Kassenprüfer Birgit Eversmann und Elisabeth Hegmann.

Ausblick für das Jahr 2017

In ihrem Ausblick für das Jahr 2017 ging die Vorsitzende auf aktuelle Projekte ein, die sich gerade in der Umsetzung befinden: das neue Buch zur Gastarbeitergeschichte „Nachgekommen“ wird zum Jahresende veröffentlicht, aktuell in Arbeit ist die Erstellung eines Bildbandes mit Jugendlichen „Buer – mein Ort, meine Geschichte, mein Leben“ (gefördert von der Robert Bosch Stiftung). Kleinprojekte werden durch die Förderung der Aktion Mensch umgesetzt: Nähprojekte mit Mädchen und Frauen aus unterschiedlichen Kulturen im Zusammenarbeit mit dem Familienzentrum Kinderhaus Buer, ein interkulturelles Musikprojekt in Kooperation mit der Lindenschule sowie der Aufbau einer kleinen Fahrradwerkstatt.

„Leider gibt es bislang immer noch keine Lösung für unser seit Jahren größtes Anliegen, die perspektivische Absicherung der halben Stelle eines Sozialarbeiters am Jugendwagon zumindest für weitere 5 Jahre“, appelliert Uschi Thöle-Ehlhardt an einen konstruktiven Dialog mit der Stadtverwaltung. „Da können wir nur hoffen, dass sich im Zuge der Diskussionen um die Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit bei der Stadt Melle und in der Politik etwas für uns in die positive Richtung bewegt. Daran hängt ein ganzes soziales Netzwerk im Ort mit vielen sinnvollen Projekten. Es wäre fatal, wenn dieses wegbricht.“

Dank an Annegret Tepe

 

Ausdrücklich bedankte sich die Vereinsvorsitzende bei Annegret Tepe, die einen großen Teil der Geschäftsführung und finanziellen Abwicklung der Projekte im Verein übernommen hat. „Wir haben hier im Verein wirklich ein unglaubliches tolles Team“, betont Heike Schrader als 2. Vorsitzende. „Die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Führungsdamen ist gekennzeichnet durch eine hohe Kompetenz, großes Engagement, durch starkes Vertrauen und eine konstruktive, fachlich exzellente Zusammenarbeit. Das kommt nicht nur dem Verein, sondern dem gesamten Sozialraum Buer zugute“