Interkulturelle Frauenfahrt nach Köln

Viel Spaß hatte die gemischte Damengruppe, die der Einladung des Arbeitskreises „Buer integrativ“ zu einer Tagesfahrt nach Köln und Duisburg gefolgt war. Zunächst stand der Besuch des Schokoladenmuseums auf dem Programm. Das obligatorische Probieren und die Möglichkeit zum Einkauf verschiedenster Köstlichkeiten gehört genauso dazu wie eine fachmännische Führung durch das Museum, durch die Entstehungs- und Verarbeitungsgeschichte des Kakaos – besonders die Exponate der dazugehörigen Porzellankunst, in der das Heißgetränk früher zubereitet und serviert wurde fanden große Aufmerksamkeit wie auch die ersten Automaten, aus denen man vor langer Zeit Schokoladentäfelchen für relativ viel Geld ziehen konnte – oft kunstvoll gestaltet. Die Fahrt zum Kölner Dom durch die Innenstadt erfolgte unter Erläuterung verschiedener Sehenswürdigkeiten mit dem Schoko-Express.

Das Betreten des Kölner Doms verursacht wohl bei jedem Besucher ehrfürchtiges Staunen – angesichts der Größe, aber auch der enthaltenen religiösen und kunsthistorisch wertvollen Werke und Ausstattungsgegenstände. Die Historie, die vielen Bauphasen seit dem Jahr 1248 und einfließenden Interessen, die unterschiedlichen Aspekte der katholischen Kirchengeschichte im Laufe der Jahrhunderte wurden von der Dom-Führerin eindruckvoll geschildert. Ein Sprichwort sagt: „Wenn der Kölner Dom wirklich jemals fertig gebaut ist, geht die Stadt unter.“ Der Kölner Dom wurde 1996 von der  UNESCO als eines der europäischen Meisterwerke gotischer Architektur eingestuft und zum Weltkulturerbe erklärt

Die letzte Station des Ausflugs war die Moschee in Duisburg, die größte Moschee in Deutschland. Hier konnte die Gruppe noch einen Teil einer Hochzeitszeremonie miterleben, bevor eine junge muslimische Studentin ausgesprochen fundiert die Fragen der Gruppe beantwortete: zur Entstehungsgeschichte der Moschee, zu religiösen Bräuchen bei den Festen, aber auch zur interkulturellen Arbeit, die von Seiten der Moschee in ihrem Stadtteil sehr intensiv und engagiert betrieben wird. Es bestehen sehr gute Kontakte zu den christlichen Gemeinden, gemeinsam engagieren sie sich in der Stadtteilarbeit besonders auch für junge Menschen.

Was nimmt die Gruppe mit von dieser Fahrt? Viele Informationen über die besuchten Einrichtungen, aber vor allem viele neue, ausgesprochen nette Kontakte zwischen den Frauen unterschiedlicher Herkunft - aus Deutschland, Sibirien, Kasachstan, Usbekistan und der Türkei. Die beiden interkulturellen Frauengesprächskreise aus Buer und Melle planen für die Zukunft eine verstärkte Zusammenarbeit und weitere gemeinsame Aktivitäten.