Ursula Thöle-Ehlhardt im Gespräch mit dem Meller Kreisblatt

 

Vorschau auf Dialog in Buer


Künftig muslimische Bestattungen in Buer?

Buer. Ursula Thöle Ehlhardt erklärte für den „Arbeitskreis Integration“ in Buer einen beginnenden Dialog, der analysieren soll, ob künftig muslimische Bestattungen vor Ort möglich sind.

 

Wie kam dieses aktuelle Thema in Buer auf?

Den Arbeitskreis Integration unter Federführung des Jugendwaggons gibt es seit 2009 in Buer. Er wird von Annegret Tepe geleitet. Mit dem Arbeitskreis gibt es seitdem einen regen Austausch mit ganz vielen Leuten vor Ort zu den unterschiedlichsten Themen. Da kam nun auch das von Ihnen angesprochene Thema auf den Plan. Es wird nämlich zunehmend der Wunsch von Muslimen deutlich, hier vor Ort Möglichkeiten für Bestattungen zu schaffen.

 

Kommt dieser Wunsch plötzlich, oder gab es ihn schon länger?

Er ist im Lauf der Jahre gewachsen, denn viele Muslime hier in Buer verlieren allmählich die Kontakte in die Türkei. Es macht zunehmend weniger Sinn, Verstorbene in die Türkei zu fliegen, wenn die Verwandtschaft hier lebt. Daher fänden es viele schön, wenn für alle Menschen, die in Buer leben, eine Lösung gefunden würde, auch hier bestattet werden zu können.

 

Wie ist die Resonanz?

Erfreulich gut und erfreulich breit gestreut. Ich finde es toll, dass alle Beteiligten auf die Einladung des Arbeitskreises so positiv regiert haben. Darunter sind unter anderem die evangelische und die katholische Kirche und die beiden Moscheen. Ich freue mich auch ganz besonders darüber, dass der Dialog von Werner Hülsmann, dem Integrationsbeauftragten des Landkreises, moderiert wird. Das erste Gespräch findet am 18. September statt und ist ganz bewusst als ergebnisoffener Dialog angelegt. Außerdem drängt uns nichts, denn wir haben ja auch keine Zeitvorgabe. Ich bin aber schon jetzt sehr gespannt auf das erste Gespräch.

Autor: Christoph Franken

25. August 2013