Aktuelles aus unserer Arbeit


Eine weitere Auszeichnung für die Buchprojekte zur Gastarbeitergeschichte

Johann Bünting-Förderpreis für die beteiligten Schüler*innen


Die Schülerinnen und Schüler, die an den Buchprojekten zur Gastarbeitergeschichte beteiligt waren, wurden im Bereich "Jung für Alt" mit dem Johann Bündig-Preis für Schulprojekte für ihr Engagement ausgezeichnet.

Über 70 Vorschläge waren in diesem Jahr für die Preisvergabe eingegangen, davon wurden drei Projekte ausgezeichnet und ein Sonderpreis zusätzlich vergeben. 

Schulleiterin Angelika Grobe sowie Annegret Tepe und Ursula Thöle-Ehlhardt vom Netzwerk Jugendhaus Buer e.V. als Kooperationspartner für die Buchprojekte, begaben sich am 25. Mai gemeinsam mit den ehemaligen Schülerinnen Jule Saßenberg und Ceren Catal auf den Weg zum Firmensitz der Unternehmensgruppe Bünting nach Nortmoor (bei Leer). Nach einer ausgesprochen interessanten und kurzweiligen Betriebsführung wurden am Nachmittag die diesjährigen Preisträger ausgezeichnet.

Schon der Vorschlag für den Schul-Preis der Stiftung durch Marita Feller, Gleichstellungs-beauftragte der Stadt Melle, war eine große Anerkennung des Engagements der beteiligten Schüler*innen und der Projektgruppe.

Die Preisverleihung bildete einen besonderen Höhepunkt für alle Beteiligten, die Ausdruck fand in einer wertschätzenden Laudatio durch Celia Hübl vom Stiftungsvorstand. Sie stellte das weit über den schulischen Rahmen gehende Engagement der Schüler*innen in den Buch-Projekten zur Gastarbeitergeschichte in den Vordergrund, sowie die sehr einfühlsame Beschäftigung mit den Lebenssituationen mittlerweile älterer zugewanderter Menschen.


Ausstellung im Kreishaus (bis zum 17. Juni 2018) zum Buchprojekt "Nachgekommen - Frauen in der Gastarbeitergeschichte"

„Den betroffenen Frauen eine Stimme geben“

Pressemitteilung des LK Osnabrück

Osnabrück. Die Entscheidung, die ihr Leben geprägt hat, liegt rund fünf Jahrzehnte zurück: Damals kamen zwölf Frauen nach Deutschland. Sie folgten ihren Männern, die hier als sogenannte Gastarbeiter tätig waren, oder wurden hier selbst berufstätig. Die Lebensgeschichten dieser Frauen sind nun Gegenstand des Buch- und Ausstellungsprojekts „Nachgekommen – Frauen in der Gastarbeitergeschichte“, das das Netzwerk Jugendhaus Buer gemeinsam mit der Lindenschule Buer im Jahr 2015 startete und im November 2017 veröffentlichte. Derzeit ist die Ausstellung im Kreishaus Osnabrück zu sehen.

Am 8. Juni wird die Ausstellung von einem besonderen Gast besucht: Dann wird Doris Schröder-Köpf nach Osnabrück kommen. Die Niedersächsische Landesbeauftragte für Migration und Teilhabe ist nämlich Schirmherrin des Projekts. An diesem Termin wird sie sich zu einem Begegnungsnachmittag mit den portraitierten Frauen sowie den Schülerinnen, die an dem Projekt mitgearbeitet haben, treffen.

Die Initialzündung für Buch und Ausstellung liegt bereits sechs Jahre zurück. Im Netzwerk Jugendhaus Buer befassten sich junge Menschen mit der Geschichte von Gastarbeitern aus der Region. 

Diese wurde unter der Leitung von Annegret Tepe in einer AG an der Lindenschule Buer mit Schülerinnen und Schülern aufgegriffen und mündete 2014 in die Veröffentlichung des ersten Buches und der Ausstellung „Angekommen“. Allerdings: „Die Männer waren Teil der Arbeitswelt. Ihre Frauen wurden hingegen kaum wahrgenommen. Mit dem neuen Projekt wollen wir den betroffenen Frauen eine Stimme geben“, sagt die Netzwerk-Vorsitzende Ursula Thöle-Ehlhardt.

Zwölf Frauen wurden im Projekt „Nachgekommen“ portraitiert – und dafür ausschließlich von Schülerinnen befragt. Zusätzlich wurden auch Frauen aus dem Ort und Töchter der Gastarbeiterfrauen interview sowie die damaligen Lebensbedingungen recherchiert.

Die Ergebnisse wurden in Buch und Ausstellung festgehalten, beides konzipiert von Mediengestalter Lukas Ehlhardt. Zu sehen ist die Ausstellung im Kreishaus noch bis zum 17. Juni. Beide Bücher zur Gastarbeitergeschichte – „Angekommen“ und „Nachgekommen“ – sindim erhältlich im Kreishaus Osnabrück (E-Mail: werner.huelsmann@Lkos.de) sowie beim Netzwerk Jugendhaus Buer (E-Mail: jugendwagon.buer@web.de).


Internationales Kinderfest 2018

Bunt - fröhlich - bewegt

Das 16. Internationale Kinderfest in Buer erwies sich auch in diesem Jahr wieder als Anziehungspunkt für den ganzen Ort und darüber hinaus. Viele Akteure hatten wieder gemeinsam ins Rad gegriffen und boten ein vielfältiges bewegtes Angebot auf dem Gelände der Lindenschule.

 

Traditionell stehen an diesem Tag die Kinder im Vordergrund, und so wurden alle Gastredner auch von Kindern auf die Bühne begleitet. Schulleiterin Angelika Grobe nahm Bezug zum Motto „Frieden“ des diesjährigen Festes und freute sich über die erstmalige Teilnahme der Initiative „UN Friedenstaube“.

 

Hier finden Sie einen ausführlichen Bericht...


Konzeption der Offenen Kinder- und Jugendarbeit im Sozialraum Buer überarbeitet

Vor dem Hintergrund der Diskussionen um eine Neuausrichtung der Offenen Kinder- und Jugendarbeit in der Stadt Melle haben wir uns an die Arbeit gemacht und unsere Konzeption für Buer umfassend überarbeitet. Deutlich wird, aufgrund welcher Rahmenbedingungen und gesetzlichen Grundlagen wir tätig sind, welche Leitsätze und pädagogischen Grundlagen unsere Arbeit bestimmen, welche Angebote und Personalstruktur am Jugendwagon vorhanden ist, wie unsere Netzwerkarbeit im Sozialraum Buer aufgestellt ist, wie wir die Qualität unserer Arbeit gewährleisten und welche Perspektiven aus unserer Sicht gegeben sind und gegeben sein müssen.

Wir hoffen, dass sich alle Entscheidungsträger intensiv mit dieser Konzeption auseinandersetzen.

Download
Konzeption der Offenen Kinder- und Jugendarbeit am Jugendwagon Buer
Konzept_Juwa.pdf
Adobe Acrobat Dokument 23.8 MB

Besuch von Vertretern der Stiftung MitArbeit

30. November 2017

Wir hatten Besuch von Timo Jaster und Björn Götz-Lappe von der Stiftung MitArbeit / Robert Bosch Stiftung zu einem Austausch über geförderte Projekte und Förderkonzepte.

Es war ein ausgesprochen netter, informativer, offener und wertschätzender Austausch. Wir freuen uns sehr, dass sich die beiden Herren extra aus Bonn zu uns auf den Weg gemacht haben.

Ein sehr vertrauensvolle und unkomplizierte Kooperation - vielen Dank!


Ein Bildband über Buer von Jugendlichen

Am Jugendwagon entsteht ein Bildband über den Ort Buer, den Jugendliche aus ihrem ganz persönlichen Blickwinkel gestalten.

 

Impulse dafür können Fragen sein:

Was sind wichtige Orte und Plätze für mich?

Wo halte ich mich gerne auf, treffe mich mit Freunden oder verbringe dort meine Zeit?

Welche Orte haben eine Bedeutung für mich, sind verknüpft mit Erinnerungen?

Wo bin ich häufig?

Was habe ich in Buer als erstes wahrgenommen, als ich hierhin gekommen bin?

Wo habe ich etwas Besonderes erlebt?

Die jungen Menschen setzen sich mit ihrer eigenen Lebensgeschichte vor dem Hintergrund ihres Ortes, in dem sie leben, auseinander. Sie identifizieren Orte, die für sie eine Bedeutung haben, suchen sie auf und erfassen ihre Gedanken dazu, reflektieren daran ihren eigenen Bezug, ihre persönliche Geschichte und die Bedeutung der Orte. Daraus entsteht ein Bildband mit vielfältigen persönlichen Statements.

Wir erwarten eine kreative Auseinandersetzung der jungen Leute mit ihrer eigenen, aber auch örtlichen Geschichte, sowie mit der Lebensgeschichte der anderen: Eigenreflektion, Kommunikation, Zuhören, Worte finden, Bilder finden, sich selbst in Beziehung zum Lebensort setzen – aber auch die Wahrnehmung anderer erfahren, sich damit auseinandersetzen und darüber reflektieren – vor dem Hintergrund des Lebens in der örtlichen Gemeinschaft.

Die jungen Menschen entwickeln einen Bild-Band mit für sie relevanten Orten und Stellen, die für ihre persönliche Lebensgeschichte eine Bedeutung haben. So entsteht ein facettenreicher Bildband über Buer aus Sicht junger Menschen mit unterschiedlichem Lebenshintergrund.

 

Das Projekt wird gefördert von:


Mehrere Arbeitstreffen zum Buch-Projekt

"Nachgekommen - Frauen in der Gastarbeitergeschichte"

 Die Arbeitsgruppe des Projektes "Nachgekommen - Frauen in der Gastarbeitergeschichte" bereitet sich auf die Buchpräsentation am 24. November vor.

Dazu gab es in der letzten Zeit mehrere Treffen - und so langsam wird es kribbelig und die Aufregung steigt.

Aber die Mädchen arbeiten bestens zusammen und entwickeln gute Ideen zur Vorstellung "ihrer" Gesprächspartnerinnen. 

Am 24. November gibt es die offizielle Veröffentlichung des Buches mit geladenen Gästen, am 25. November veranstaltet die AG einen "Tag der offenen Tür" zu ihrem Projekt von 14.00 bis 17.00 Uhr in der Lindenschule - für alle Interessierten!


3. Preis beim Jugendförderpreis des Jugendring Osnabrücker Land

Projekt Flüchtlingslotsen ausgezeichnet

Seit Anfang des Jahres engagieren sich Schülerinnen und Schüler der Lindenschule in einem Projekt des Jugendwagons Buer, das Kinder mit Fluchterfahrung das Ankommen in einer neuen Umgebung erleichtern soll. Dabei bekommt jedes neu zugezogene Kind einen Paten zur Seite gestellt, der die Neulinge begleitet – in der Freizeit, in der Schule oder die Begleitung zu Vereinsangeboten. Die Gruppe trifft sich an jedem Freitag am Jugendwagon und überlegt gemeinsam, welche Aktivitäten sinnvoll wären um sich gegenseitig besser kennen zu lernen, aber auch, um sich im Ort besser zurecht zu finden und Kontakte zu knüpfen.

Viele Dinge hat sich die Gruppe innerhalb des Jahres angeschaut. Sie veranstalteten Ralleys durch den Ort, wanderten zum Klimaturm, besuchten die Feuerwehr und das Fritz-Kamping-Haus, bekamen eine Kirchenführung in der Martini-Kirche, erstellten Ortspläne und erkundeten Einkaufsmöglichkeiten. Und selbstverständlich unterstützen die deutschen Kinder ihre Paten in der Schule und besuchen sie auch mal in der Freizeit Zuhause.

Die Patenschaften kamen über die Kooperation mit der Lindenschule zustande, in der die Mitarbeiter des Jugendwagons in allen Klassen Werbung für das Projekt machten. Nicht alle Kinder konnten dabei Berücksichtigung finden – das Interesse war groß.

Schön für die Kinder: auf ihren Zeugnissen bekamen sie ihr Engagement für die Flüchtlingskinder als besondere Leistung positiv im Sozialverhalten vermerkt. Auch die Schule profitiert von den entstandenen Freundschaften, da sich viele kleine Alltagshürden auch im Schulalltag besser meistern lassen, wenn man einen guten Freund an der Seite hat.

Am Abend der Preisverleihung konnten alle vorgestellten Initiativen sich an der Vergabe der Platzierungen für die besten Projekte beteiligen. Das außerordentliche Engagement der jungen Leute in Projekt „Flüchtlingslotsen“ beeindruckte die Anwesenden so sehr, dass das Projekt mit einem dritten Preis und einem Scheck in Höhe von 700,- € nach Hause fahren konnte.

Vor allem Muna und ihre Schwester Rwaida waren von dem vielfältig gestalteten Abend in der KKVHS mehr als begeistert. Sie konnten zum ersten Mal in ihrem Leben einen Zauberer bei einem Auftritt bewundern und trauten sich sogar, ihn nach seinem Auftritt um ein Foto und ein Autogramm zu bitten. Die Paten Mia und Betül genossen den Abend mit ihren beiden Freundinnen, da diese seit kurzer Zeit nicht mehr in Buer leben. Es war ein sehr emotionales Wochenende für die Mädchen.

Das Preisgeld wird weiteren Projekten im Rahmen der engagierten Flüchtlings- und Integrationsarbeit des Vereins „Netzwerk Jugendhaus Buer e.V.“ zugutekommen – eine wichtige Finanzspritze, weil alle Projekte, die extern gefördert werden auch immer einen eigenen Anteil notwendig machen.


Begleitung von neu zugezogenen Kindern und Jugendlichen

Das Projekt "Flüchtlingslotsen" entwickelt sich mit einem neuen Schwerpunkt.

Von den beteiligten Kindern und Jugendlichen aus den Familien mit Fluchthintergrund sind nun die meisten aus familiären Gründen aus Buer weggezogen. Die Gruppe möchte aber ihr soziales und integratives Engagement weiter fortsetzen und kümmert sich aktuell um Kinder und Jugendliche aus Familien, die aus anderen Ländern neu nach Buer gekommen sind. Die Gruppe trifft sich weiterhin regelmäßig freitags am Jugendwagon und führt gemeinsame Aktionen und Aktivitäten mit den "Neuen" in Buer durch. Gerade waren sie musikalisch unterwegs und probierten unterschiedliche Instrumente und tauschten musikalische Erfahrungen aus. Offensichtlich mit jeder Menge Spaß.

 

Das Projekt wird gefördert von:


Buchprojekt "Nachgekommen - Frauen in der Gastarbeitergeschichte"

Zweites Buch wird am 24. November veröffentlicht

Seit knapp zwei Jahren arbeitet eine engagierte Projekt-Gruppe an dem zweiten Buch zur Gastarbeiter-Geschichte. Eineinhalb Jahre waren Schülerinnen der Lindenschule Buer unter der Leitung von Annegret Tepe vom Jugendwagon damit beschäftigt, Frauen aus der ersten Generation der damaligen Gastarbeiter zu befragen und deren Geschichten aufzuschreiben. Zusätzlich wurden Frauen aus der zweiten Generation zu ihrer Wahrnehmung der Situation ihrer Mütter befragt, und auch einige Zeitzeugen aus dem Umfeld in Buer gehörten zu den Gästen dieser Arbeitsgruppe.

Zu der Gruppe der Schülerinnen gehören: Zekiye Azattemür, Tugba Bagsiz, Ceren Catal, Sarah Ekeler, Jule Saßenberg und Kristin Weber. Sie nahmen viele zusätzliche Termine in Kauf um in diesem Projekt mitzuarbeiten: Gespräche in den Familien und in der Schule, Arbeitsgruppentreffen, um Themen aus den Gesprächen auszutauschen und Hintergründe näher zu beleuchten, Termine zur Abstimmung zur Buch-Konzeption und zum Layout, etc.

Das Buch wird den Beteiligten und Gesprächspartnern, den Unterstützern und geladenen Gästen am 24. November im Beisein der Schirmherrin Doris Schröder-Köpf in der Lindenschule präsentiert. 

Am 25. November haben dann Interessierte die Gelegenheit sich sowohl die zum Projekt gehörende Ausstellung als auch das Buch anzuschauen und mit Beteiligten ins Gespräch zu kommen.

Die Facetten auch dieses zweiten Bandes zur lokalen Gastarbeiter-Geschichte sind vielseitig. Oft sind die Frauen kaum wahrgenommen worden, viele pauschale Bilder sind entstanden, aber kaum jemand konnte Einblick gewinnen in die persönlichen Lebensgeschichten. Das ist der Projektgruppe nun in beeindruckender Form gelungen. Viel Vertrauen wurde ihnen entgegen gebracht in den Gesprächen zu den Lebensbedingungen der Frauen, zu ihrer Rolle in den Familien, zu ihrem Leben zwischen zwei Kulturen und Gesellschaften, zu ihrem Arbeitsleben, zu ihren Möglichkeiten, Chancen und Grenzen in der deutschen Gesellschaft. Es sind Einblicke in sehr persönlichen Geschichten, Wahrnehmungen, Hoffnungen, Sorgen und Perspektiven – oft verbunden mit starken Emotionen

„Es lohnt sich zuzuhören“ ist das einhellige Fazit der Projektgruppe.


...und wieder gibt es Diskussionen um den Fortbestand der Offenen Jugendarbeit in Buer...

Bericht und Kommentar im Meller Kreisblatt vom 3. Mai 2017

Interessant ist in diesem Zusammenhang, dass die CDU-Fraktion im Ortsrat Buer den Antrag stellte, die 1/2 Sozialarbeiterstelle unbefristet an den Trägerverein des Jugendwagons, das Netzwerk Jugendhaus Buer e.V. anzubinden. Dem schloss sich der Ortsrat einstimmig an.

Das macht uns Mut, diesen Antrag bei der nächsten Runde im Jahr 2019 aufzugreifen!