Buch-Präsentation beim Heimatbund Osnabrücker Land

Große Beachtung fand das Buchprojekt „Angekommen – Buer und seine Gastarbeiter“ auch während der Regionalen Bücherbörse in Osnabrück:

Auf dem Präsentationsstand vertreten waren (von links) Burkhard Fromme, Stefan Muhle. Dr. Susanne Tauss, Jürgen-Eberhard Niewedde, Franz Buitmann, Anastasija Jovanovic, Vahdettin Kilic, Jürgen Krämer und Ursula Thöle-Ehlhardt. Foto: Heimatbund Osnabrücker Land

 


MELLE/OSNABRÜCK. „Ich wünsche mir, dass das Buch ,Angekommen – Buer und seine Gastarbeiter’ im gesamten Landkreis Schule macht und als Vorbild dient, weitere Projekte dieser Art zu initiieren.“ Der Erste Kreisrat Stefan Muhle war des Lobes voll, als er die 14. Regionale Bücherbörse eröffnete – eine Veranstaltung, die der Heimatbund Osnabrücker Land (HBOL), der Kreisheimatbund Bersenbrück (KHBB) und der Landschaftsverband Osnabrücker Land (LVOS) im Kreishaus am Schölerberg in Osnabrück ausrichteten. Bereichert wurde die Börse nicht nur durch die Präsentation des neuen Bandes, sondern auch durch eine Ausstellung zum genannten Thema, die zwischenzeitlich auch in der Stadtbibliothek Melle zu sehen war.

 

Die Publikation, die von Schülern im Rahmen eines gemeinsamen Projektes der  Oberschule Buer und des Netzwerks Jugendhaus Buer erarbeitet wurde, finde angesichts der nicht alltäglichen Themenstellung und der interessanten Aufmachung landesweit Beachtung, sagte Muhle weiter. Das werde nicht zuletzt daran deutlich, dass die Migrationsbeauftragte des Landes Niedersachsen, Doris Schröder-Köpf, die Schirmherrschaft für dieses Projekt übernommen habe. Der reich illustrierte Band gebe dem Thema „Migration“ am Beispiel des Dorfes Buer zahlreiche authentische Gesichter.

 

Die Teilnahme an der Bücherbörse solle den Herausgebern und Autoren des 240 Seiten umfassenden Werkes die Gelegenheit geben, mit den Entscheidungsträgern von Heimatvereinen und Kulturorganisatoren aus verschiedenen Teilen des Landkreises  ins Gespräch zu kommen und dafür zu werben, solche oder ähnliche Buchprojekte in anderen Orten des Osnabrücker Landes durchzuführen, erklärte HBOL-Vorstandsmitglied Jürgen Krämer, der das Projektgruppenteam zu dieser Veranstaltung nach Osnabrück eingeladen hatte. Der neue Band unterstreiche die Verbundenheit der ehemaligen Gastarbeiter und ihrer Nachfahren mit der neuen Heimat.

 

„Wir sind dieser Einladung sehr gern gefolgt und finden es hervorragend, welch großes Interesse an dieser Veröffentlichung besteht“, sagte Ursula Thöle-Ehlhardt, die das Projekt zusammen mit Annegret Tepe leitete. Und Vahdettin Kilic, der das Vorhaben initiiert hatte, zeigte sich angetan „von den vielen interessanten Gesprächen, die wir hier und heute führen durften“. Die Resonanz dokumentiere, „dass wir ein außergewöhnliches Zeitzeugnis geschaffen haben“. Das sah auch die Anastasija Jovanovic so, die zusammen mit weiteren Schülerinnen und Schülern das Buch erarbeitet hatte: „Das Ganze hat eine Menge Arbeit gemacht. Aber es war für uns eine tolle Erfahrung. Wer hat in unserem Alter schon Gelegenheit, ein Buch zu schreiben?“

 

Mit dem Band „Angekommen – Buer und seine Gastarbeiter“ sei ein wichtiges Stück Heimatgeschichte der Region aufgearbeitet worden, befanden übereinstimmend die Geschäftsführerin des Landschaftsverbandes, Dr. Susanne Tauss, der Leiter des Kulturbüros beim Landkreis Osnabrück, Burkhard Fromme, sowie die Vorsitzenden des Heimatbundes Osnabrücker Land und des Kreisheimatbundes Bersenbrück, Jürgen-Eberhard Niewedde und Franz Buitmann. Sie zollten insbesondere den beteiligten Jugendlichen Respekt für die geleistete Arbeit: „Schön, dass Ihr Euch dieser interessanten Thematik gewidmet habt.“

(Quelle: Heimatbund Osnabrücker Land, Autor: Jürgen Krämer)