Der Jugendwagon in Buer - 

Offene Jugendarbeit für alle

Jugendwagon Buer im Jahr 2020

Jugendarbeit unter Corona-Bedingungen

Wie überall - auch die Offene Kinder- und Jugendarbeit musste und muss sich nach wie vor den Bedingungen der Corona-Pandemie anpassen.

Das bedeutet natürlich auch erhebliche Einschränkungen und Veränderungen bei den Angeboten und den Öffnungszeiten – aber – das Team ist ausgesprochen flexibel und versucht das Beste aus der Situation zu machen.

Schließung im Frühjahr 2020

Vom 16. März bis zum 22. Mai war der Jugendwagon im Zuge des ersten großen Lockdown komplett geschlossen – somit war in dieser Zeit der persönliche Kontakt zu den jungen Leute ausgesprochen wichtig: Telefonate, WhatsApp, Mails,….. Beratung, Unterstützung, einfach nur reden und zuhören, Sorgentelefon, Ideen für die Freizeit bis hin zu Fernhilfen für schulische Aufgaben. Quang Khuat und Annegret Tepe waren für die Jugendlichen täglich von 10:00 bis 16:00 Uhr erreichbar. Annegret gab regelmäßig kreative Basteltipps mit einfachen Materialien, die über verschiedene Wege weitergegeben wurden – die Möglichkeiten des Internets…

Renovierung


Die Vereinsvorsitzende, Uschi Thöle-Ehlhardt, nutzte derweil die leerstehenden Räume für weitere umfangreiche Renovierungsarbeiten. Es gab jede Menge handwerkliche Herausforderungen auf allen Gebieten: Holzverkleidungen, Türschlösser, Steckdosen und Elektrik, Trennwand einziehen, Wände stabilisieren, Fliesen reparieren und ersetzen, spachteln und gipsen, Fenster abdichten, Schleifen, Grundieren, Lackieren und Streichen - ein general-überholtes kleines, feines Jugendzentrum stand am Ende dieser Wochen für die neue Öffnung dann bereit.

 

Wieder geöffnet

Die Aufnahme des Betriebs Ende Mai stand dann natürlich unter strengen Hygienevorgaben und unter Beachtung der vorgegebenen Abstandsregelungen, bedeutet: wenige Jugendliche gleichzeitig in den Räumlichkeiten – Anmeldungen erforderlich – regelmäßige Desinfektion und Lüftung - Wartelisten inklusive – eingeschränkte Betätigungsmöglichkeiten mit Abstand und Maske – wie überall. 

Aktion ‚Gemeinsam Lernen‘

Früh wurde in zahlreichen Gesprächen mit verschiedenen Jugendlichen klar, dass sie die Aufgaben, die sie von der Schule über die Zeit zu Hause eigenständig bearbeiten sollten nur teilweise bis gar nicht gemacht hatten. Sie erzählten, dass es vor allem an der Motivation mangelte. Sie hatten keinen richtig strukturierten Tagesablauf, weshalb es schwierig für sie war sich an einen Tisch zu setzen und länger als 10 Minuten die Aufgaben zu bearbeiten. Immer kam etwas dazwischen, wie beispielsweise ein YouTube Video oder einfach wieder schlafen gehen.

Vereinzelt gab es aber auch Fälle, in denen der Ein oder Andere Hilfe bei den Aufgaben brauchte, sich aber nicht die Mühe machen wollte sich bei den Lehrern zu melden. 

Somit Zeit für ein unterstützendes Angebot zum Lernen! 

Täglich konnten sich 2-3 Jugendliche anmelden, um von 13:00-14:00 Uhr am Jugendwagon zusammen ihre Aufgaben zu erledigen. Es wurde sich gegenseitig geholfen und motiviert, wenn möglich. Das Angebot wurde dankend angenommen und letztendlich entstanden feste Kleingruppen, bis die Jugendlichen wieder zur Schule gehen durften.

Veränderte Angebote

Ein wirklich offener Jugendtreff kann der Jugendwagon so vielleicht nicht gerade sein, aber das Team bemüht sich um interessante Angebote für die verschiedenen Kleingruppen.

So wurden in den Sommerferien zusätzliche Öffnungszeiten angeboten, auch vormittags, in denen musikalische und kreative Angebote stattfanden – sehr zur Freude der Kids, für die sonst nicht gerade viel stattfinden kann.

Nach wie vor gibt es den kreativen Mädchentag mit unterteilten Gruppen – und neu ist ein Angebot für 8-bis 12-jährige Jungen am Dienstag mit verschiedenen Gesellschafts-und Geschicklichkeitsspielen. Die Öffnungszeiten bleiben wie gewohnt und nach Bedarf – aber eben mit Anmeldung. 


Instrumentenkarussell am Jungentag

Aktuelles Thema am Jungentag (immer dienstags):

Das Instrumenten-Karussell 

🥁🎸🎹🎼🎺

Dabei geht es nicht um Instrumental- oder Musikunterricht, sondern die Jungen bekommen die Gelegenheit verschiedene Instrumente in aller Ruhe ausprobieren zu können und damit Erfahrungen zu sammeln. Da unser Mitarbeiter Quang aktiver Musiker ist, kann er auf einen eigenen Fundus von Instrumenten zurückgreifen: Schlagzeug, E-Bass, E-Gitarre, Akustik-Gitarre, Keyboard und vielleicht auch Saxophon.

Eine nette Aktion - und solange die Jungen Spaß daran haben, werden in nächster Zeit immer dienstags sicherlich (mehr oder weniger harmonische) musikalische Töne aus dem Wagon zu hören sein. 😀👍🥁🎸🎹🎼🎺🎷


Letzte Arbeiten am Kunstprojekt

31.10.2019

So langsam nähert sich das Graffiti-Projekt seiner Fertigstellung.

Tim Methfessel ist aktuell dabei den Kunstwerken des letzten "Schliff" zu geben, und die Elemente mit vielen schönen kleinen Details zu vollenden. Damit bekommen die Wagons wieder ein eindrucksvolles "Outfit", an dem auch einige Jugendliche sich kreativ beteiligen konnten. 

Graffiti-Projekt mit Jugendlichen

Nach den umfangreichen Instandsetzungs-arbeiten an den äußeren Metallwänden der Jugendwagons, wird aktuell mit Jugendlichen die Außenfassade in einem Graffiti-Projekt mit einem professionellen Fassadenkünstler aufwändig neu gestaltet.

Der Fassadenkünstler Tim Methfessel aus Bielefeld hat bereits zweimal unsere Wagons mit seinen Kunstwerken verschönert, und wir freuen uns, dass er wieder vor Ort ist.

 

Nach dem Austausch über Ideen, nach ersten Entwürfen und Skizzen konnten Anfang Oktober die ersten Vorarbeiten erledigt werden. Ein Graffiti-Workshop für Jugendliche bietet den jungen Leuten die Möglichkeit eigene Ideen zur Gestaltung der Wagons einzubringen. Der Workshop vermittelte zunächst die Wichtigkeit von Atemschutzmasken und Arbeitssicherheit bei der Arbeit mit den Spraydosen. Sie erhielten dann einen Einblick in die Kunst des Graffiti, den Umgang mit den Spraydosen, sowie die Erzeugung von Farb-, Schatten- und Lichteffekten. So konnten sie eigene Ideen für die Gestaltung von Flächen entwickeln, diese an Holzwänden ausprobieren - und sich dann auch an der konkreten Umsetzung der großformatigen Elemente an den Wagons beteiligen. 


Kreativer Mädchentag

Mit bunten Steinen anderen eine kleine Freude bereiten

Der Mädchentag am Jugendwagon ist schon seit vielen Jahren fester Bestandteil der pädagogischen Angebote am Jugendwagon - an diesem Tag gehören die Wagons und das Umfeld den Mädchen. 

Im September überlegten sich die Mädchen eine besonders nette Aktion zum "Tag der guten Tat". In den letzten beiden Wochen sammelten sie fleißig Steine und bemalten diese bunt, fröhlich und kreativ: Motive wie Marienkäfer, Blumen, Tiere, Mandalas oder nette Sprüche verwandelten die  Steine in kleine bunte Kunstwerke. Jetzt, Ende September werden die Mädchen die bemalten Steine an verschiedenen Orten in Buer auslegen - damit möchten sie Menschen, die diese Steine finden, eine kleine Freude bereiten.  

 

Die Finder können die Steine gerne behalten oder an einer anderen Stelle wieder auslegen, auch gezielt bei Menschen, die sich über eine kleine Aufmerksamkeit freuen würden.  „Wir hoffen mit dieser kleinen Aktion vielen Menschen ein Lächeln beim Auffinden eines Steines ins Gesicht zu zaubern“, ist der Wunsch der kreativen Mädchengruppe vom Jugendwagon. 


Große Renovierungsaktion am Jugendwagon

Nach gut zwanzig Jahren Betrieb der Jugendwagons ist eine grundlegende Behandlung, Reparatur, Renovierung, Instandsetzung und Gestaltung der Außenhaut dringend notwendig. Roststellen, Abplatzungen, offene Nähte und undichte Stellen bedürfen einer grundlegenden Behandlung.

Bereits im Oktober 2018 erklärte sich die BBS Melle, Fachbereich Metallbau, bereit, die größeren Schadstellen mit neuen Blechen zu versehen, diese einzunieten oder einzuschweißen, sodass zumindest für den Winter gewährleistet war, dass keine weiteren Schäden durch eindringende Feuchtigkeit entstehen.

In den beiden ersten Wochen der Sommerferien 2019 arbeitete das Team mit Annegret, ihrem Mann Herbert, Uschi, ihrem Sohn Carl, und Quang, unterstützt von einigen Jugendlichen (vor allem Betül und Pascal) daran, beide Wagons komplett zu schleifen, Roststellen zu entfernen, kaputte Stellen zu spachteln, alles zu grundieren und neu zu lackieren. Zudem werden die Fensterrahmen geschliffen und neu lackiert oder auch Holzteile ersetzt. Das dafür notwendige Material wie Farbe, Schleifer, Schleifpapier, Grundierung, Spachtelmasse etc. konnte durch finanzielle Mittel des Ortsrates Buer und des Jugendrings Osnabrücker Land e.V. angeschafft werden, weitere kleinere Ausgaben leistet der Verein. Die gesamte Arbeit erfolgt ehrenamtlich und wird durch die Mitarbeit von Jugendlichen unterstützt.