Auf Einladung von Landtagsabgeordneten organisierte der AK "Buer integrativ" ein eFahrt zum Landtag für Frauen - mit Landtagsführung und Besichtigung, Diskussion mit verschiedenen Abgeordneten und einer lebhaften Gesprächsrunde mit Filiz Polat MdL zu aktuellen Themen vor Ort.
Anfang 2011 wurden die Biografien der ersten Gastarbeiter, die für eine Ausstellung im Rahmen des Deutsch-türkischen Kulturwochenendes 2010 zusammengetragen wurden, auch in der Lindenschule ausgestellt. Sie erweckten großes Interesse bei Schülerinnen und Schülern, die die Geschichte der Zuwanderung von Gastarbeiterfamilien nach Buer und Melle dann auch im Unterricht bearbeiteten konnten - und auf diese Weise konkrete Zeitzeugen vor Ort hatten.
Im März waren die Jugendlichen mit einer Grundreinigung der Wagons und auch des Außengeländes beschäftigt, auch verschiedene Reparaturen wurden erledigt - tolle Initiative, die nicht nur Arbeit, sondern auch jede Menge Spaß mit sich brachte.
"TV ist nie echt - oder?"
Die Mädchen- Theatergruppe des Jugendwagon führte zum Ende des Projektes – unter Leitung der Theaterpädagogin Kaira Strecker – das Theaterstück "Creeps" in der Kulturwerkstatt auf.
"Creeps" beschäftigt sich mit dem Thema Unterhaltungsfernsehen: Warum reißen sich Menschen darum, sich im Fernsehen zur Schau zur stellen, das Risiko einzugehen, „vorgeführt“ zu werden???
Workshop
Im Mai / Juni 2011 fand am und im Wagon ein Graffiti Workshop für insgesamt acht Jugendliche statt. Unter künstlerischer Leitung eines professionellen „Sprayers“ (Tim Methfessel/www.farbelhaft.de) wurde eine Innenwand des Wagons von den Jugendlichen gestaltet.
Die zweite Wand gestalteten die Jugendlichen selbständig und eigenverantwortlich - das Ergebnis ist beachtenswert!
Die im Workshop erworbenen „Skills“ (Fähigkeiten) wurden auch genutzt, um neben der Arbeit im Jugendwagon draußen Platten mit verschiedenen Motiven zu bemalen. Der kreative Umgang mit Farben zeigte beachtenswerte Ergebnisse, die bei der "Kreativen Meile" in Melle im Modehaus Böckmann ausgestellt werden konnten.
Ein intensive, aber sachorientierte Diskussion führten über 50 Jugendliche und junge Erwachsene mit Kommunalpolitikern, Lehrern und weiteren Interessierten in Oldendorf. Aktive das Jugendwagon und des Jugendpavillons Neuenkirchen hatten zu diesem Austausch eingeladen und den Politikern im Vorfeld die Einrichtungen bei Besuchen vor Ort vorgestellt.
"Viele junge Leute wollen einen eigenen Bereich, wo keiner reinsabbelt und die Themen vorgibt.", war ein Satz aus der Politik, der uneingeschränkte Zustimmung bei den jungen Leuten fand.
Anlässlich des 50. Jubiläums des Anwerbeabkommens von Gastarbeitern zwischen Deutschland und der Türkei trafen sich Jung und Alt aus beiden Kulturen zu einem fröhlichen bewegten Fest - organisiert vom Team des Jugendwagon, der Fatih Moschee und der Lindenschule. Musik aus beiden Kulturen, ein buntes Bühnenprogramm, kulinarische Köstlichkeiten und die Ausstellung der Biografien der ersten Gastarbeiter sorgten für fröhliche und intensive Momente in der Begegnung unterschiedlicher Menschen.