"Watch in!" und "Dorfgeflüster“

Eine Jugend- und Dorfzeitung für Buer

Die neue Jugendredaktion bei der Arbeit

Immer wieder freitags .....

trifft sich die junge AG der neuen Jugendzeitung am Jugendwagon - eine absolut ideenreiche, kreative, engagierte und verlässliche Gruppe - mit viel Spaß und konzentrierter Arbeit dabei - begeisterndes Teamwork mit vielen Facetten.

Im Hintergrund sind noch einige Alt-Redakteur:innen am Werk, die auch an eigenen Beiträgen arbeiten.

 

Auf dem Foto oben: Ben, Timo, Lenn, Lena, Lena und Pia - Jonas fehlte leider.

Kleines Fotoshooting für die AG-Mitglieder

Medienseminare per Videokonferenz

Die Jugendredaktion hat die Möglichkeit, in Video-Workshops dem Profi bei der Arbeit zuzuschauen - viel erfahren und lernen sie über die Möglichkeiten des Layouts, den Umgang mit Fotos, Farben, Schrift, Seitenaufteilung, von der Gefahr der Überfrachtung von Seiten, über die Möglichkeiten der Führung des Auges durch eine geschicktes Layout, über die Schaffung von Übersichtlichkeit und klarer Struktur, die Reduzierung und Fokussierung der Vielfalt der nutzbaren Elementen.....

Beeindruckend, wie intensiv und kreativ die junge Redaktion sich einlassen können, welch schöne Ideen sie einbringen, und wie gut und konstruktiv wir neue Layout-Ideen gemeinsam entwickeln können - rundum gelungene Seminare für alle mit viel Begeisterung und viel Spaß!

Das Ende der Schülerzeitung - Start für ein neues Projekt

Die Lindenschule hat sich überraschend von dem Projekt der Dorf- und Schülerzeitung verabschiedet. Im Ort gibt es darüber großes Erstaunen und viel Unverständnis, und auch sehr viel Interesse daran dieses für den Ort so wichtige Projekt in irgendeiner Weise weiter fortbestehen zu lassen. Aus diesem Grunde haben wir vom Team des Jugendwagon Buer die Idee entwickelt, aus der Dorf- und Schülerzeitung eine Jugend- und Dorfzeitung entstehen zu lassen.

Eine große Herausforderung stellt die finanzielle Absicherung solch eines neuen Projektes dar. Diese bedeutet für den Trägerverein, das Netzwerk Jugendhaus Buer e.V., dass z.B. auch die digitale Ausstattung erweitert werden muss für die aktive Mitarbeit der jungen Leute in einer Jugendredaktion. Dafür bemühen wir uns gerade um Fördermittel. Die bisherigen AG-Stunden an der Lindenschule fallen weg, somit auch die einzigen Honorare in diesem Projekt - auch dies muss in irgendeiner Form aufgefangen werden.

Der Verein hat alle bisherigen Sponsoren angeschrieben, inwieweit sie dieses Projekt weiterhin unterstützen würden, wenn die Schule nicht mehr beteiligt ist. Die Resonanz ist überwiegend sehr positiv. Die Corona-Zeit setzt natürlich einigen Unternehmen zu, sodass sie von einer Förderung momentan absehen, einige Förderer sind aber durchaus bereit auch mehr Geld zur Verfügung zu stellen als bisher, weil sie den Wert des Dorfgeflüsters für die Bueraner Bevölkerung allgemein hoch einschätzen und das Projekt auf jeden Fall weiter ermöglichen möchten. 

Unsere Spenden-Aktion im EDEKA-Markt Adam fand eine ausgesprochen große Resonanz - viele treue Leserinnen und Leser unterstützen uns mit kleinen und auch größeren Geldbeträgen - dafür sagen wir recht herzlichen Dank!

Entstanden ist ein tragbares finanzielles Grundgerüst, auf das sich gut aufbauen lässt.

Das Konzept des Dorfgeflüsters

Die kombinierte Dorf- und Schülerzeitung - "Dorfgeflüster" und "Watch out!" - wurde 2012 ins Leben gerufen unter dem Motto: „Wir holen das Dorf in die Schule und bringen die Schule in das Dorf“.

Die Zeitung wurde initiiert vom Netzwerk Jugendhaus Buer e.V. durch die ehrenamtlich tätige Vereinsvorsitzende Ursula Thöle-Ehlhardt. In Zusammenarbeit mit einer Arbeitsgemeinschaft von Schülerinnen und Schülern der Lindenschule (Oberschulzweig) im Rahmen des Ganztags entstand über einen Zeitraum von neun Jahren das zweiteilige Magazin „Dorfgeflüster“, kombiniert mit der Schülerzeitung „Watch out!“ - mit zuerst sechs Ausgaben pro Jahr, in den letzten Jahren mit jährlich vier Ausgaben mit einem Umfang von fast immer 80 Seiten.

 

Die Rahmenbedingungen

Das Magazin besteht aus zwei Teilen, die quasi gegengleich gedruckt werden – auf der einen Seite die Dorfzeitung „Dorfgeflüster“, auf der anderen Seite die Schülerzeitung „Watch out!“. Der hochwertige Druck wird durch Sponsoren, Firmen und Unternehmen aus dem örtlichen Umfeld und durch Spenden finanziert. 

Die Ausgaben erscheinen regelmäßig vier- bis fünfmal jährlich, jeweils mindestens 60 Seiten stark, in einer Auflage von 1000 Stück. Die Hefte liegen in Geschäften im Ort aus und werden zusätzlich in den umliegenden Schulen und Kindergärten, in den Seniorenwohnungen und den Alteneinrichtungen, in Praxen und Gaststätten, in die Vereine und beteiligte Unternehmen verteilt.

Zielsetzung

Ziel des Projektes „Dorfgeflüster“ ist es, dass die jungen Menschen einerseits die zahlreichen umfassenden und aufeinander aufbauenden Aktivitäten und Angebote ihrer Schule bewusster wahrnehmen und nach außen tragen – für ihre Mitschüler*innen, aber auch für die interessierten Leser*innen im Ort und im Umfeld. Dabei beschäftigen sie sich mit ihrer eigenen Lebenswelt und entdecken interessante Themenfelder, die es sich lohnt für die Öffentlichkeit vorzustellen – das können neben schulischen Themen auch Hobbys sein, Aktivitäten in Vereinen und Gruppen, ehrenamtliches Engagement, interessante Menschen aus ihrem Umfeld, Alltags- oder Freizeit-Tipps bis hin zu gesellschaftlichen und politischen Themen.

Weiterhin richtet sich das Augenmerk der jungen Leute auch nach außerhalb und beschäftigt sich mit Aktivitäten, Geschehnissen, Menschen im Ort, Initiativen, Vereinen, Firmen, Unternehmen und besonderen Ereignissen aus dem örtlichen Lebensumfeld und auch darüber hinaus. Dadurch entsteht ein direkter Bezug in die reale Lebenswelt und eine Auseinandersetzung mit dieser. Die jungen Leute lernen Akteure aus verschiedenen Bereichen, aus unterschiedlichen Generationen und Kulturen kennen, erfahren hautnah etwas über deren Aktivitäten, Tätigkeiten und Rahmenbedingungen. Das betrifft das Engagement für gesellschaftliche Bereiche genauso wie den Einblick in die berufliche Lebenswelt und die Bedingungen in Unternehmen. 

Die Auseinandersetzung mit der Lebensrealität der unterschiedlichsten Menschen (Alter, Herkunft, Geschlecht, Tätigkeits- und Wirkungsbereich) schafft einen Austausch und öffnet den Blick für die Bedürfnisse und Lebensbezüge der Generationen. Die Jugendlichen erfahren im direkten Kontakt, wofür sich z.B. die ältere Generation im Ort interessiert, wie sie ihren Alltag und ihre Freizeit verbringt, was im Ort für sie wichtig ist, welche Lebensgeschichten und besonderen Ereignisse sie beisteuern möchten, was sie aus ihrer Jugendzeit zu erzählen haben oder auch was es früher im Ort gab. 

Die Jugendlichen nehmen sich Zeit und führen Gespräche mit den Älteren. Sie müssen sich im Vorfeld versuchen in die Lebenssituation der Gesprächspartner*innen hinein zu versetzen und überlegen, was sie fragen können, wie sie sich dem Gegenüber und dem Thema annähern können. Es erfolgt ein Gespräch von Angesicht zu Angesicht - der direkte Kontakt, das direkte Gespräch stehen im Vordergrund.

 

Brücke zur vielfältigen Lebenswelt

Das Projekt schafft eine Brücke zwischen schulischer Innen- und örtlicher Außenwelt. Die Arbeit in der Schülerredaktion, mit einer immer wieder neuen Zusammensetzung der Schülergruppe aus erfahrenen und neuen Mitgliedern, ist eine intensive Auseinandersetzung und Erfahrung eines konkreten beruflichen Alltags. Es ist die Arbeit in einem Redaktionsteam, in das jede und jeder eigene und unterschiedliche Kompetenzen einbringt, die gegenseitig wahrgenommen und im Team genutzt werden. Es gilt gemeinsam ein vorzeigefähiges und hochwertiges Produkt unter relativ realistischen Bedingungen mit einer Terminvorgabe und Öffentlichkeitswirksamkeit herzustellen – eine gute und praxisnahe Erfahrung beruflicher Realitäten. 

Zudem verlangt die Präsentation von Beiträgen aus dem örtlichen Umfeld die Auseinandersetzung mit den Lebensrealitäten der verschiedenen Beteiligten und unterschiedlicher Generationen. Die Schülerinnen und Schüler lernen sich schrittweise hineinzudenken in die Lebensbezüge anderer Generationen und dadurch auch deren Lebensbedingungen, ihre Themen und Denkweisen zu realisieren und einzubeziehen in Texte und Berichte.  

Die Schülerredaktion vertritt mit ihrer Zeitung die Schule nach außen und bedient eine große Leserschar. Somit gilt es auch, in diesem Projekt ein Verantwortungsbewusstsein zu entwickeln und sich selbst als Teil einer Schulgemeinschaft und eines Teams wahrzunehmen. Die ständig wiederkehrenden Kontakte nach außen verlangen einen akzeptablen Umgang mit Kontaktpersonen und Gesprächspartnern.